Heute zeigen wir Ihnen das Projekt von Mohamad Nouh, Bachelor-Student der FH Dortmund.
Infos zum Projekt:
Der Entwurf reagiert sensibel auf die bestehende Quartiersstruktur und fügt sich in das vorhandene städtebauliche Gefüge ein. Die umliegende Bebauung ist durch kleinteilige Wohnstrukturen, durchgrünte Freiräume und eine klare Straßenführung geprägt. Diese Maßstäblichkeit wird aufgegriffen und in einer zeitgemäßen, offenen Architektur neu interpretiert. Durch die Positionierung entlang der Erschließungsachse entsteht eine klare Adressbildung, während sich der Baukörper gezielt zu den angrenzenden Grünräumen öffnet und vielfältige räumliche sowie funktionale Bezüge zur Umgebung schafft. Als kultureller Ankerpunkt stärkt das Gebäude die Identität des Quartiers und verbindet öffentliche, halböffentliche und private Freiräume zu einem zusammenhängenden Stadtraum.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung eines nachhaltigen und sozial orientierten Wohnkonzepts, das generationenübergreifendes Zusammenleben fördert. Der Entwurf vereint die Bedürfnisse älterer Menschen sowie Studierender und junger Paare in einem Gebäude, das Austausch, Nachbarschaft und individuelle Rückzugsmöglichkeiten gleichermaßen ermöglicht. Gemeinschaftliche Aufenthaltsbereiche und private Außenräume schaffen eine ausgewogene Balance zwischen sozialer Interaktion und persönlicher Privatsphäre.
Ein wesentliches Entwurfsprinzip ist die Flexibilität der Grundrissstruktur. Die modular aufgebaute Tragstruktur ermöglicht unterschiedliche Wohn- und Nutzungsszenarien sowie langfristige Anpassungen an veränderte gesellschaftliche Anforderungen. Dadurch wird eine hohe Nutzungsdauer des Gebäudes unterstützt und eine nachhaltige Entwicklung über den gesamten Lebenszyklus gefördert.
Das Nachhaltigkeitskonzept umfasst neben einer ressourcenschonenden Bauweise den Einsatz ökologischer Materialien, großzügiger Begrünungsmaßnahmen und qualitätsvoller Freiräume. Die Verknüpfung von Architektur, Landschaft und gemeinschaftlichen Nutzungen schafft ein lebendiges Gebäude, das ökologische Verantwortung mit sozialer Nachhaltigkeit verbindet. So entsteht ein zukunftsorientiertes Modell für generationenübergreifendes Wohnen, das sowohl einen Beitrag zur Quartiersentwicklung als auch zu einer langfristig anpassungsfähigen und resilienten Architektur leistet.