Ein modernes, weißes, gitterförmiges Gebäude, entworfen von Philipp Stanny, liegt auf dem ruhigen Wasser zwischen zwei großen, geschichteten, weißen Felsenformationen unter einem teilweise bewölkten Himmel.

„Memento“ von Philipp Stanny, Modeling Monday mit Archicad | MMMA 20/26

Heute zeigen wir Ihnen das Projekt von Philipp Stanny, Bachelor-Absolvent der Hochschule Bochum.

Infos zum Projekt:

Memento ist ein Museum an der Isola La Gaiola – einem Ort, an der Geschichte, Mythos und Verfall untrennbar miteinander verbunden sind.

Der Entwurf versteht Architektur nicht als statisches Objekt, sondern als zeitlichen Prozess. Ein strukturelles Gerüst aus regelmäßig gesetzten Stützen, angelehnt an die Ordnung antiker römischer Säulen, bildet ein dauerhaftes räumliches Gefüge, das den wechselnden Bedingungen des Meeres standhält.
Dazwischen liegen räumliche Kuben – Orte der Ausstellung, der Forschung und der Beobachtung.

Mit dem Anstieg des Meeresspiegels verliert das Erdgeschoss schrittweise seine Nutzbarkeit. Was heute zugänglich ist, wird morgen Fragment und schließlich Relikt. Architektur wird nicht geschützt, sondern bewusst der Zeit überlassen. Im Zentrum steht der Zeitkubus „Vanitas“ – ein offener Raum,
der den Wasserstand sichtbar macht. Er ist zu jeder Zeit begehbar und markiert die fortschreitende Transformation des Ortes. Vanitas ist kein Ausstellungsraum, sondern ein Maßstab für Vergänglichkeit.

Memento versteht sich als zeitgenössische Ruine: eine gebaute Erinnerung an den Klimawandel, an den menschlichen Eingriff in die Landschaft – und an die Endlichkeit architektonischer Ordnung.

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