Ein digitales Rendering eines Stadtviertels mit 3D-Gebäudemodellen, KI-gestützter Planung, Datenanalyse-Overlays und "Design Intelligence Strategy"-Branding von GRAPHISOFT und der NEMETSCHEK-Gruppe.

Graphisoft treibt offene Zusammenarbeit und KI-gestützte Planung mit der Design Intelligence Strategy voran

Die Architekturbranche steht zunehmend unter Druck: steigende Komplexität, fragmentierte Workflows und immer höhere Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz prägen den Planungsalltag. Laut aktuellen Studien erleben mehr als 92 % aller Bauprojekte erhebliche Verzögerungen oder Budgetüberschreitungen mit globalen Verlusten von über 2,1 Billionen US-Dollar pro Jahr.

Vor diesem Hintergrund hat Graphisoft am 13. Mai 2026 die nächste Phase seiner Design Intelligence Strategy vorgestellt. Ziel ist es, Planungsprozesse intelligenter, offener und datengetriebener zu gestalten von der ersten Konzeptidee bis hin zur multidisziplinären BIM-Koordination und dem späteren Gebäudebetrieb.

Eine cloud-native Plattform für den gesamten Gebäudelebenszyklus

Im Zentrum der Strategie steht eine neue, cloud-native Plattform, die verschiedene Komponenten des Graphisoft-Ökosystems in einer einheitlichen Umgebung zusammenführt. Die Plattform soll frühe Entwurfsentscheidungen, BIM-Workflows, Simulationen und Zusammenarbeit stärker miteinander verbinden.

Márton Kiss, Chief Product Officer der Design Division bei Graphisoft, beschreibt die Vision dahinter klar: Planende Teams sollen sich stärker darauf konzentrieren können, wie Gebäude gebaut werden sollten und weniger darauf, wie sich komplexe technische Prozesse organisieren lassen.

Die Plattform erweitert damit die bekannte „Best Design Experience“ von Archicad in Richtung datenbasierter Entscheidungsfindung und integrierter Kollaboration.

Offene Zusammenarbeit über Unternehmens- und Softwaregrenzen hinweg

Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Strategie ist die Verbesserung der Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Baubranche. Viele Probleme in Bauprojekten entstehen heute durch fehlerhafte Übergaben, Informationsverluste oder nicht kompatible Systeme zwischen verschiedenen Disziplinen.

Als Antwort darauf entwickelt Graphisoft gemeinsam mit der Nemetschek Group eine neue offene Kollaborationsschicht für das gesamte Nemetschek-Ökosystem. Ziel ist eine browserbasierte Plattform, die Modelle, Dokumente, Issues und Entscheidungen zentral synchronisiert und allen Projektbeteiligten eine gemeinsame Datenbasis bietet.

Besonders relevant dabei: Die Lösung setzt konsequent auf offene Standards wie IFC, BCF, PDF, DWG und RVT. Damit positioniert sich Graphisoft bewusst als offene Alternative innerhalb der Bau-Industrie.

Die Plattform soll Architekt:innen, Fachplaner:innen, Bauunternehmen, Betreiber:innen und Auftraggeber:innen in einer gemeinsamen Umgebung verbinden unabhängig von ihrer jeweiligen Softwarelandschaft. Ein Early-Access-Programm ist für 2026 geplant.

KI-gestützte Planung für bessere Entscheidungen in frühen Projektphasen

Parallel dazu entwickelt Graphisoft eine neue webbasierte Design-Intelligence-Plattform, die künstliche Intelligenz und integrierte Simulationen kombiniert.

Die Idee dahinter: Planungsteams sollen bereits in frühen Projektphasen innerhalb weniger Sekunden hunderte Varianten für Gebäudeformen, Layouts und Performance-Szenarien analysieren können. Gleichzeitig bleiben alle Stakeholder über einen browserbasierten Workspace miteinander verbunden auch ohne tiefgehende BIM-Kenntnisse.

Damit verschiebt sich der Fokus von reinem Modellieren hin zu datenbasierten Entscheidungen und strategischer Planung. Gerade in frühen Entwurfsphasen entsteht dadurch enormes Potenzial für nachhaltigere, effizientere und wirtschaftlichere Gebäude.

Ein Early Access dieser KI-gestützten Plattform ist derzeit für Oktober 2026 vorgesehen.

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