Ein Computermonitor zeigt eine Grafikdesign- oder CAD-Softwareoberfläche mit Archicad-Objekten und Textbearbeitungsfunktionen. Ein weißer Kaffeebecher steht in der Nähe auf dem Schreibtisch.

Archicad Objekte in Bibliotheken organisieren

Archicad verwendet in einigen Werkzeugen, wie dem Fenster- oder Tür-Werkzeug, Objekte, um 2D- und 3D-Darstellungen zu erzeugen. Diese Objekte sind häufig über Parameter anpassbar, und damit universell für viele Projekte zu nutzen.

Um die Organisation dieser Objekte zu erleichtern und die Übersicht zu wahren, werden Objekte in Bibliotheken organisiert. Aus technischer Sicht stellen Bibliotheken Ordner samt Inhalt oder Container, die man grob mit einem ZIP-Archiv vergleichen kann, dar. Alternativ kann eine Bibliothek auch Bestandteil einer Archicad-Projektdatei sein.

Bibliotheken können neben reinen Archicad-Objekten auch andere Dateien beinhalten, z. B. Texturen für Oberflächen oder Hintergrundbilder.

Bibliotheken über den Bibliothekenmanager in Archicad Projekten nutzen

Damit in einem Projekt die Inhalte einer Bibliothek genutzt werden können, müssen sie über den Bibliothekenmanager zugänglich gemacht worden sein. Dieser erstellt eine Verknüpfung zwischen Bibliothek und Projekt.

Wird ein Projekt geladen, wird ein Index über die Inhalte der verknüpften Bibliotheken erstellt und u. a. in den Werkzeugen verwendet.

Es ist zu beachten, dass die Pfade zu den Bibliotheken vom Manager als absolute Pfade gespeichert werden und daher von allen verwendeten Arbeitsplätzen immer unter den gleichen Zugriffspfaden erreichbar sein müssen.

ABC-Regel hilft bei der Organisation der Bibliotheken

Da zu einer Archicad-Version mehrere Bibliotheken gehören und natürlich auch eigene Objekt-Sammlungen berücksichtigt werden sollen, hat sich für die Organisation eine ABC-Regel als „Eselsbrücke“ etabliert.

steht hierbei für die Archicad-Bibliothekspakete.

Diese Bibliotheken sind Bestandteil des Lieferumfangs von Archicad und werden durch Graphisoft gepflegt. Dazu werden in unregelmäßigen Abständen Aktualisierungen bereitgestellt, die über ein Installationsprogramm auf den Arbeitsplätzen zu installieren sind.

Es wird davon abgeraten, diese Bibliotheken zu verändern. Dazu zählt auch jegliches Hinzufügen eigener Elemente.

B wie Bürobibliothek.

Diese Bibliothek dient der Organisation eigener gesammelter Inhalte.

Sie stellt im Normalfall einen Ordner auf einem Server dar und kann in beliebiger Struktur mit Unterordnern organisiert werden. Diese Ordnerstrukturen werden später in den Werkzeugen für die Navigation genutzt.

Eine Bürobibliothek sollte Objekte und andere Inhalte umfassen, die man grundsätzlich bei allen Projekten verwenden könnte. Beispielsweise Staffagen wie Einrichtungsgegenstände oder Pflanzen.

Dazu gehören, wie zuvor erwähnt, auch Texturen für die Erstellung eigener Oberflächenmaterialien oder Photometrie-Dateien für die Verwendung in Lichtquellen.

C steht für Projectbibliothek.

Sie dient der Ablage aller Objekte und Inhalte, die in direkter Verbindung zum Projekt stehen.

Etwa Objekte, die durch einen Import einer Fachplanerdatei im IFC-Format entstanden sind. Genau wie die Bürobibliothek kann zur Organisation ein externer Ordner innerhalb der Projektstruktur genutzt werden, um die Projektdatei klein zu halten.

Bei wenigen Objekten können diese jedoch auch in der eingebetteten Bibliothek innerhalb der Projektdatei enthalten sein.

Der Speicherplatzbedarf dieser Objekte sollte dann allerdings nicht mehr als 50 MB (bis maximal 100 MB) umfassen, um die Projektdatei nicht unnötig zu vergrößern. Es handelt sich jedoch nicht um eine technische Grenze.

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