Heute zeigen wir Ihnen das Projekt von Pia Thöne, Bachelor-Absolventin der Hochschule Bochum.
Konzept
Die ehemalige Zeche Westerholt in Herten, Deutschland wird zu einem Zukunftsmuseum umgestaltet, das Vergangenheit und Zukunft architektonisch miteinander verbindet. Ein Neubau ergänzt die bestehende Kubatur und hebt sich bewusst gestalterisch vom Bestand ab. Der gezielte Kontrast zwischen Alt und Neu dient als Metapher für Erinnerung und Zukunft.
Architektur
Der Neubau wird von einer leicht transparenten textilen Fassade umhüllt, die sich wellenartig wie ein Vorhang um das Gebäude legt. Sie steht sinnbildlich für die Ungewissheit der Zukunft und lässt den Baukörper nur teilweise sichtbar werden. Während Bestand und Neubau im Außenraum klar getrennt sind, sind sie im Inneren mehrfach verbunden und räumlich miteinander verwoben. Zwei begrünte Innenhöfe durchschneiden den Neubau, bringen viel Tageslicht in das Gebäude und schaffen ruhige Rückzugsorte innerhalb des Museums.
Rundgang
Der Ausstellungsrundgang führt durch unterschiedliche räumliche Szenarien. Er beginnt in einem großzügigen Foyer mit einem 15 Meter hohen Luftraum und einer medial bespielten Wand. Es folgt eine großräumige Ausstellungshalle mit flexibel verschiebbaren Vorhängen, eine immersive Naturausstellung mit hängender Vegetation sowie einer Außenausstellung. Über eine Brücke wird ein abschließender Blick auf die Ausstellung ermöglicht, bevor der Rundgang auf der Dachterrasse im Café endet und über den Museumsshop zurück ins Eingangsfoyer führt.