Modeling Monday mit ARCHICAD!

Heute zeigen wir Ihnen die Abschlussarbeit von Sarah Schölermann (Sarah Schölermann), Absolventin der Hochschule Bochum.
Alle Bilder zum Projekt auf unserer Facebookseite!

Alle Informationen zum Projekt gibt es hier:

Leben und Arbeiten in Uganda sollte durch die Planung einer Kaffeewaschstation, die als Prototyp für die anspruchsvolle Topographie funktioniert und zudem eine Raumnutzung kreiert, in Einklang gebracht werden.

Der Prozess des Waschens von Kaffee hat in Uganda - zweitgrößter Kaffeeexporteur Afrikas - eine lange Tradition und ist Teil der kulturellen Identität. Hier setzt der Entwurf der Kaffeewaschstation “Three Lines” an, der eine Symbiose von wirtschaftlicher Produktivität und gelebter Kultur zum Ziel hat.

Eine Aufteilung über drei gedachte Gebäudelinien bildet die Grundstruktur des Entwurfes. Diese Strukturierung erleichtert die Prozesse des Waschens und Trocknens der Kaffeebohnen, ermöglicht eine schnelle An- und Ablieferung und bietet zusätzlichen Raum für Beete, in denen Nutzpflanzen gezüchtet werden können und großen Becken, die der Renaturierung des prozessimmanenten Wassers dienen. Die gewählte Aufteilung regt dazu an, auch abseits der Arbeit zu Verweilen, zusammenzukommen und macht so diese Waschstation zu einem gelebten Lebensmittelpunkt, einem Ort des Zusammenkommens, der Kommunikation und der Gemeinschaftlichkeit.

Die über einen Luftraum mit der Kaffeewaschstation verbundenen Seminarräume, die als “Plus-Nutzung” Teil des Gesamtkonzeptes sind, unterstützen diese sozialen Aspekte. Hier können Seminare zum Thema Nachhaltigkeit und Gesundheitsfürsorge für die Arbeiter*innen angeboten werden, die im Sinne eines langfristigen Prozesses des wechselseitigen Miteinanders angelegt sind. Der Blick aus den Räumen hinaus auf die eindrucksvolle Topographie Ugandas unterstützt die Identifikation mit seiner Umwelt und generiert eindrucksvolle Momente.

Der Anspruch von “Three Lines” ist kein geringerer, als Arbeit, Leben und Natur durch moderne und nachhaltige Architektur miteinander zu verbinden und der gelebten kulturellen Vielfalt Ugandas einen Raum zu schaffen, der weit über die Arbeitsprozesse hinausreicht.