Modeling Monday mit ARCHICAD 08/10

Modeling Monday mit ARCHICAD!!! 08/10

Diese Bachelorthesis behandelt das Thema Bauen im Bestand, mit dem Ziel, eine Industriebrache im innerstädtischen Bereich in Detmold in ein vielseitiges Wohnquartier umzuwandeln. Dabei sollen durch Rückbau von Industriehallen und Überplanung der Verwaltungsgebäude einer alten Leuchten-Fabrik das gemeinschaftliche Zusammenleben begünstigt werden und ein buntes Viertel mit verschiedensten Bewohnern entstehen. Zudem soll der hier gefundene Lösungsansatz eine Möglichkeit bieten, den Wohnungsnotstand in Detmold zu reduzieren und einen authentischen Eindruck der ehemaligen Situation vermitteln, die von Fabriken in Innenstadtnähe geprägt war.
Das Grundstück befindet sich im Nordwesten von Detmold. Es grenzt südwestlich an die Detmolder Innenstadt und bietet somit eine große Potentialfläche für die Stadtentwicklung.

Die bestehenden Verwaltungsgebäude der Leuchten-Fabrik liegen im Norden des Gebietes, parallel zu den Bahngleisen, welche durch ein neues Konzept aktiviert werden sollen. Die Fabrikbauten in der Mitte des Areals sollen zurückgebaut werden, um so eine Grünfläche mit Freizeitangeboten für Spaziergänger oder Sportler entstehen zu lassen.

Die drei Fabrikgebäude sollen neben kleinen Gewerbeeinheiten und kulturellen Einrichtungen hauptsächlich zum Wohnen genutzt werden. Die Wohnungen sind dabei nach Süden zum Hof ausgerichtet, um so ein Maximum an Belichtung sicherzustellen. Die Erschließungsflure der Wohnungen befinden sich im Norden und schaffen durch verspringende Galerien Blickbeziehungen zu den Gemeinschaftsbereichen im Erdgeschoss. Im Erdgeschoss finden sich Gruppenräume und ein Café für die Bewohner als Treffpunkt. Bei dem Anbau von 1960 steht die Vereinbarkeit von Arbeiten und Wohnen in einem Gebäude im Mittelpunkt. Die Wohnungen setzen sich aus einzelnen Baukörpern zusammen, die sich durch Spieglung und Drehung zu dem rechteckigen Kubus zusammenfügen. So entstehen zweigeschossige
Maisonette-Wohnungen. Die Erschließung ist durch versetzt angeordnete Laubengänge vorgelagert und bietet den Bewohnern gleichzeitig einen gemeinschaftlichen Außenbereich, der als Brücke eine Verbindung zum Nachbargebäude schafft.

Die Erschließung der Gebäude findet hauptsächlich über den Innenhof statt. So soll ein anonymes Nebeneinander vermieten werden und der Austausch und die Nachbarschaftshilfe gestärkt werden.